Energieauditpflicht für Nicht-KMU: Revision des Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) in Kraft getreten

Mit der Verkündigung im Bundesgesetzblatt am 21.04.2015, ist das novellierte Energiedienstleistungsgesetz seit dem 22.04.2015 in Kraft getreten.

Die Novellierung dient zur Umsetzung von Artikel 8 der seit Dezember 2012 gültigen EU-Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU. Dadurch werden Unternehmen, welche nicht kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) nach der europäischen Definition sind, verpflichtet, regelmäßig Energieaudits durchzuführen. Dies betrifft alle Unternehmen, welche mindestens 250 Mitarbeiter haben oder einen Jahresumsatz von über 50 Mio. EUR und gleichzeitig eine Bilanzsumme von über 43 Mio. EUR ausweisen*. Das Energieaudit muss erstmalig bis zum 5. Dezember 2015 durchgeführt und danach alle vier Jahre wiederholt werden.


Freistellung von der Energieauditpflicht

Von der Durchführung von Energieaudits freigestellt sind Unternehmen, welche bereits erfolgreich ein

• Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein

• Umweltmanagement im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 (EMAS) eingerichtet haben.

Dabei genügt es, wenn Sie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für den Zeitraum vom 5. Dezember 2015 bis zum 31. Dezember 2016 den Nachweis über die begonnene Einführung eines der beiden Systeme erbringen. Die endgültige Einführung hat zwingend bis zum 31. Dezember 2016 zu erfolgen.

 

Anforderungen an das Energieaudit

Entsprechend §§ 8 bis 8c EDL-G sowie der DIN EN 16247-1, Stand Oktober 2012,  muss das Energieaudit

• auf aktuellen, gemessenen oder durch anerkannte Schätzverfahren ermittelten, belegbaren Energieverbrauchsdaten und Lastprofilen basieren,

• eine Prüfung des Energieverbrauchsprofils von Gebäuden, Betriebsabläufen, Anlagen und des Transports einschließen,

• wenn möglich auf einer Lebenszyklus-Kostenanalyse anstatt auf Amortisationszeiten zu basieren,

• repräsentativ für die Ermittlung der Gesamtenergieeffizienz sein (min. 90% des Gesamtenergieverbrauchs) und 

• konkrete Einsparmöglichkeiten aufzeigen.

Darüber hinaus muss das Unternehmen mindestens eine unternehmensinterne oder unternehmensexterne natürliche oder juristische Person zum Energiebeauftragten des Unternehmens ernennen. Dieser trägt die Verantwortung für die Koordination der Energieaudits.

 

So können wir Sie unterstützen

Mit unseren bewährten Methoden und Tools unterstützen wir Sie während der gesamten Implementierungsphase und späteren Aufrechterhaltung einer der drei Alternativen. Im Einzelnen bieten wir Ihnen:

• Beratung bei der Auswahl einer der Alternativen

• Einführungsschulungen zu den Inhalten und Anforderungen der Alternativen

• Projektmanagement im Rahmen der Implementierung

• Laufende Beratung und operative Unterstützung bei der praktischen Umsetzung der jeweiligen Anforderungen

• Bereitstellung und Anpassung effizienter Analyse- und Dokumentationstools

• Aufbau eines individuellen Managementsystems

• Durchführung von internen Audits zur Erfolgskontrolle

• Unterstützung bei externen Energie- und Zertifizierungsaudits

 

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen oder für einen persönlichen Gesprächstermin zur Verfügung. Sprechen Sie uns an.

Zudem haben wir Ihnen unsere Informationsbroschüre mit weiteren Informationen zum Download bereitgestellt.


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Informationsbroschüre zur Energieauditpflicht
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