Der Nutzen von Energieaudits bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück.

Was einigen Betroffene vielleicht schon bewusst war, wurde nun in einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA bestätigt. Energieaudits tragen nicht in dem erhofften Ausmaß zu den festgeschriebenen Energieeinsparungszielen bei. Im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)  wurde der Beitrag von Energieaudits zur Erfüllung der Energieeffizienzziele mit 50,5 Petajoule (PJ) im Jahr 2020 festgeschrieben. Die Ergebnisse der Studie lassen jedoch nur auf Gesamteinsparung in Höhe von 22,6 PJ hoffen.

Der Grund ist einfach: Von den Energieberatern werden nur relativ geringe Einsparpotenziale identifiziert. Für die Unternehmen bedeutet dies, dass die Kosten für Energieaudits regelmäßig über den Kosteneinsparungen liegen. Um zukünftig mehr aus den Energieaudits zu ziehen, gibt es laut Studie mehrere Angriffspunkte. Einmal sollte laut den Energieauditoren die Auditzeit verstärkt zur Identifikation von konkreten Verbesserungsmaßnahmen genutzt werden, anstatt weiter viel Zeit mit der Datenerhebung zu verschwenden. Zudem sollten Unklarheiten bzgl. der Umsetzung der Audits geklärt werden und die Umsetzung von Einsparmaßnahmen nicht mehr freiwillig sein. Bleibt zu hoffen, dass bis zur nächsten Auditrunde in 3 Jahren wirksame Anpassungen an den Vorgaben und Rahmenbedingungen zum Energieaudit vorgenommen werden.

 

Quelle: Frauenhofer IPA

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