Energie nachhaltig nutzen durch systematische Anwendung der Revision der ISO 50001

Ein Energiemanagementsystem soll die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung eines Unternehmens bewirken. Dabei legt die ISO 50001:2009 Anforderungen fest, bei deren Erfüllung die Energieeffizienz gesteigert und damit die Energiekosten gesenkt werden können. Basierend auf der festgelegten Zielanforderung der ISO-Direktiven,  ISO-Managementsystem-Normen leichter in ein gemeinsam geführtes Managementsystem zu integrieren, wird derzeit die ISO 50001 überarbeitet. Als eine wesentliche Veränderung zur ISO 50001:2011 wird die 2019er Version die mit den Revisionen der ISO 9001 und 14001 eingeführten High Level Structure (HLS) übernehmen. Durch die Festlegung von generellen Grundanforderungen, einheitlichen Definitionen und eines vereinheitlichen strukturierten Aufbaus der ISO-Normen sollen Organisationen bei der Implementierung, aber auch vor allem bei der normenübergreifenden Integration entlastet werden.

Weiterhin präzisiert die ISO 50001:2019 zukünftig thematisch die Energieleistungskennzahlen, die energetische Ausgangsbasis und den Plan für die Energiemessung, da diese Themenfelder in der Vergangenheit von den Anwendern nicht immer richtig verstanden wurden. Aber auch Themen wie z. B. die strategische Ausrichtung, die systematische Betrachtung von Risiken und Chancen sowie die Umsetzung der Anforderungen in den Unternehmensprozessen wurden in die Revision eingebunden. Neu ist ebenfalls, dass die oberste Leitung im Rahmen der normübergreifenden HLS, nicht zuletzt durch den Wegfall des bisher geforderten Managementbeauftragten, eine wesentliche Rolle einnimmt , da schlussendlich sie sicherstellen muss, dass die beabsichtigten Ergebnisse des Energiemanagements tatsächlich erzielt werden.