Energieaudits 2019 stehen vor der Tür

Nachdem zum Ende des Jahres 2015 erstmals alle Unternehmen, die nicht kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) waren, alle vier Jahre ein verpflichtendes Energieaudit durchführen mussten, rollt im Jahr 2019 die zweite Auditwelle an.

Bzgl. der Auditanforderungen ist zu beachten, dass nach der ersten Frist im Jahr 2016 ein aktualisiertes BAFA-Merkblatt veröffentlicht wurde, welches in einigen Kapitel Überarbeitungen enthielt. Ebenfalls greifen beim anstehenden ersten Wiederholungsaudit Regelungen, die im Erstaudit nicht anwendbar waren. So gibt es vor allem bei Unternehmensverbünden dahingehend Erleichterungen, als dass das Energieaudit weiterhin als verhältnismäßig und repräsentativ bewertet wird, wenn mindestens 90 % des gesamten Energieverbrauchs der Gruppe vom Energieaudit erfasst sind. Unternehmensverbünde können damit bis zu 10 % des gesamten Energieverbrauchs aller teilnehmenden Unternehmen vom Energieaudit ausschließen. Neben Standorten, Anlagen, Prozessen oder Energieträgern können hier auch erstmalig einzelne Unternehmen mit geringem Energieverbrauch, die in Summe nicht mehr als 10 % des Energieverbrauchs der Gruppe ausmachen, ausgenommen werden.

 

Maßgeblich für den genauen Zeitpunkt, zu dem das nächste Audit in 2019 abgeschlossen sein muss, ist das Abschlussdatum des ersten Energieaudits. Dieses richtet sich nach dem Datum der Unterschrift auf dem Energieauditbericht durch den Energieauditor.

In jedem Fall empfehlen wir Ihnen frühzeitig mit Ihrem Energieauditor bzw. der Zertifizierungsstelle einen Termin für das Wiederholungsaudit zu vereinbaren bzw. entsprechende Neuverträge abzuschließen.

 

Sollten Sie zum ersten Stichtag nicht energieauditpflichtig gewesen sein, weil Ihr Unternehmen als KMU galten, sollten Sie spätestens jetzt überprüfen, ob Sie mittlerweile die Größenkriterien nicht doch an zwei aufeinanderfolgenden Jahren überschritten haben. Wichtig ist dabei weiterhin die Berücksichtigung von Partner- und verbundenen Unternehmen. Ein Unternehmen, welches den KMU Status verliert, muss innerhalb von 20 Monaten ab dem ersten Tag des Geschäftsjahres, ab dem es erstmalig als Nicht-KMU gilt,  ein Energieaudit durchführen.  Dies kann also für Unternehmen, die nach dem ersten Stichtag ihren KMU-Status verloren haben bereits erforderlich gewesen sein.

 

Generell wurde als Stichtag zur Ermittlung der Schwellenwerte und des KMU-Status für die erste Auditperiode in 2015 der 31. Dezember 2014 festgesetzt. Die für die erstmalige Feststellung des KMU-Status zu ermittelnden Daten waren somit auf Basis des Geschäftsjahrs, welches am 31. Dezember 2014 endete bzw. für Geschäftsjahre welche im Jahr 2014 endeten, zu beziehen. 

Der Stichtag für die nachfolgenden Verpflichtungsperioden ist der 31. Dezember des Jahres, welches im Abstand von drei Jahren auf das Jahr der Durchführung des vorhergehenden Energieaudits folgt. Wenn somit z.B. das Energieaudit am 05.12.2015 abgeschlossen wurde, ist der nächste Stichtag zur Feststellung des KMU bzw. Nicht-KMU-Status der 31.12.2018.

 

Sollten Sie diesbezüglich Unsicherheiten haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir klären dann gemeinsam mit Ihnen, welche Fristen für Ihr Unternehmen konkret gelten.